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Satzung der Jägervereinigung Oberlahn (JVO) e. V. (eingetragener Verein)

§ 1 Name und Sitz des Vereins

Der Verein führt den Namen Jägervereinigung Oberlahn e. V. Er hat seinen Sitz in Weilburg a. d. Lahn und gehört dem Landesjagdverband Hessen e. V. an. Er ist in das Vereinsregister (VR) des Amtsgerichtes Limburg a. d. Lahn (Registergericht) unter VR 1418 eingetragen und beim zuständigen Finanzamt registriert.

§ 2 Zweck des Vereins

Der Verein will in seinem Arbeitsbereich (ehemaliger Oberlahnkreis) die Interessen der Jagd und der Jäger vertreten.
Dazu stellt er sich folgende Aufgaben:
1.  Erhaltung eines gesunden, artenreichen Wildbestandes.
2.  Führung und Förderung seiner Mitglieder zu waidgerechter Jagdausübung.
3. Vertretung seiner Mitglieder gegenüber öffentlichen und privaten Stellen, soweit es sich um jagdliche fragen      handelt.
4. Förderung des Jagdgebrauchshundewesens. {Für die Jagdgebrauchshundevereine Förderung der Zucht und      Prüfung aller Hunderassen, die für den Jagdgebrauch in Frage kommen.)
5.  Pflege des jagdlichen Schießens.
6.  Bekämpfung der Wilddieberei.
7.  Versicherungsschutz seiner Mitglieder.
8.  Schlichtung von Streitigkeiten unter seinen Mitgliedern, soweit diese in jagdlichen Dingen ihren Ausgang haben,
9.  Verbindung zur örtlichen Presse.

Er wird diese Aufgaben insbesondere zu lösen suchen durch enge Zusammenarbeit mit der Unteren Jagdbehörde, der Unteren Verwaltungs- und der Unteren Naturschutzbehörde (Landrat), dem Landesjagdverband Hessen e.V., den Zuchtvereinen und Vereinigungen für die Prüfung von Jagdhunden, durch Vorträge und Ausstellungen. Der Verein ist politisch und konfessionell neutral. Er erstrebt keinen Gewinn und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

§ 3 Mitglieder

Der Verein hat ordentliche, außerordentliche und Ehrenmitglieder. Ordentliches Mitglied kann jede Person werden, die berechtigt ist, einen Jagdschein zu erwerben.
Das Mindestalter beträgt 18 Jahre.
Außerordentliches Mitglied kann jede an der Arbeit des Vereins interessierte, unbescholtene Person werden, die den Bedingungen für ordentliche Mitglieder nicht entspricht, insbesondere die Inhaber von Jugendjagdscheinen und jagdscheinberechtigte, die sich noch in der Berufsausbildung befinden. Das Mindestalter beträgt 14 Jahre. Außerordentliche Mitglieder haben nur eine beratende Stimme.
Ehrenmitglieder, die vom Vorstand ernannt werden, können solche Personen werden, die sich um die Förderung der Jagd oder des Vereins ganz besondere Verdienste erworben haben. Sie haben die Rechte ordentlicher Mitglieder, sind aber von der Pflicht zur Beitragszahlung befreit.

§ 4 Aufnahme in den Verein

Der Aufnahme in den Verein muß ein schriftlicher Aufnahmeantrag vorausgehen, der an den Vorstand zu richten ist. Dieser entscheidet über Aufnahme oder Ablehnung.

§ 5 Rechte der Mitglieder

Jedes Mitglied hat das Recht der Inanspruchnahme aller Einrichtungen des Vereins oder übergeordneter Verbände im Rahmen der mit diesen getroffenen Vereinbarungen, Stimmrecht und aktives und passives Wahlrecht. {Ausnahme siehe S 3 a.0. Mitglieder)

§ 6 Pflichten der Mitglieder

Jedes Mitglied verpflichtet sich mit der Aufnahme zur Anerkennung und Beachtung der Satzung, der Beschlüsse des Vorstandes, der Mitglieder' und Jahreshauptversammlung, zur Mitarbeit an den Zielen des Vereins nach besten Kräften, zur pünktlichen Beitragszahlung.

§ 7 Beendigung der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet durch:
1. Freiwilligen Austritt, der dem Vorstand spätestens 14 Tage vor Ablauf des Geschäftsjahres unter „Einschreiben" mitzuteilen ist.
2. Tod
3. Kündigung seitens des Vereins unter „Einschreiben".
4. Ausschluß, der dem Betroffenen unter "Einschreiben" mit Begründung bekanntzugeben ist.

Über Kündigung und Ausschluß entscheidet der Vorstand. Gegen den Ausschluß steht dem Betroffenen das Beschwerderecht zu. Über die innerhalb eines Monats
einzulegende Beschwerde entscheidet eine innerhalb acht Wochen einzuberufende Mitgliederversammlung mit 3/4- Mehrheit.

§ 8 Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind:
1. der Vorstand
2. die Mitgliederversammlung
3. die Schiedsstelle
4. die Ausschüsse

§ 9 Vorstand

Der Vorstand besteht aus:
1. dem 1. Vorsitzenden
2. dem 2. Vorsitzenden
3. dem Schriftführer
4. dem Kassenwart

Er wird in einer Mitgliederversammlung auf die Dauer von 3 Jahren in geheimer Wahl durch Stimmenmehrheit gewählt. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.

§ 10 Aufgaben des Vorstandes

Der Vorstand beschließt über Aufnahme, Kündigung und Ausschluß von Mitgliedern, verwaltet das Vereinsvermögen, leitet die Vereinstätigkeit im Sinne der im § 2 gestellten Aufgaben und ernennt Ehrenmitglieder.
Er faßt seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit

§ 11 Vorsitzende

Vorstand im Sinne des S 26 BGB sind der 1. Und 2. Vorsitzende.
Der 1. Vorsitzende ist allein vertretungsberechtigt. Im Falle seiner Behinderung wird er von dem 2. Vorsitzenden vertreten.
Der 1. Vorsitzende führt die Geschäfte des Vereins, soweit diese nicht dem Schriftführer oder dem Kassenwart vorbehalten sind.
Er muß eine Vorstandssitzung einberufen, wenn ein Vorstandsmitglied es verlangt. Bei Streitigkeiten unter den Mitgliedern, die ihre Ursachen in jagdlichen Belangen haben, hat sich der Vorsitzende als Schlichter zu Verfügung zu stellen. Eine verbindliche Entscheidung trifft er nur dann wenn die streitenden Parteien vorher schriftlich erklärt haben, daß sie sich der Entscheidung unterwerfen. Er kann die Sache an die
Schiedsstelle ($ 16) abgeben.

§ 12 Schriftführer

Der Schriftführer führt die Mitgliederliste, fertigt die Niederschriften über Verhandlungen des Vorstandes sowie der Mitgliederversammlungen an und besorgt die Einladungen der Mitglieder zu den Veranstaltungen des Vereins. Er beurkundet mit dem Vorsitzenden die Beschlüsse der Mitgliederversammlung.

§13 Kassenwart

Der Kassenwart führt die Vereinskasse, ist für eine geordnete Buchführung verantwortlich, erstattet den Rechnungsbericht und legt den Vorschlag vor. Er hat seine Kassenführung vor der Jahreshauptversammlung durch zwei gewählte Rechnungsprüfer prüfen zu lassen.

§ 14 Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung, die vor allem der Unterrichtung der Mitglieder über jagdliche Tagesfragen, dem Erfahrungs- und Meinungsaustausch, der Belehrung und Anregung dienen soll, behandelt außerdem laufende Angelegenheiten, soweit diese
nicht der Zuständigkeit einer Jahreshauptversammlung vorbehalten sind. Sie faßt ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende.

§ 15 Jahreshauptversammlung

Die Jahreshauptversammlung findet im ersten Halbjahr nach Ablaufs des Geschäftsjahres statt. Sie nimmt den Jahresbericht des Vorsitzenden, den Kassenbericht, den Bericht der Rechnungsprüfer entgegen, erteilt Entlastung, genehmigt den Voranschlag wählt den Vorstand, den Beirat, die Mitglieder der Schiedsstelle, die Ausschüsse und die Rechnungsprüfer und setzt den Beitrag fest.
Eine außerordentliche Hauptversammlung kann durch den Vorständen jederzeit einberufen werden, wenn Fragen zu entscheiden sind, die in dieser Satzung der Zuständigkeit einer Hauptversammlung vorbehalten sind oder die grundsätzliche oder weitergehende Bedeutung haben. Eine außerordentliche Hauptversammlung muß einberufen werden, wenn ein Viertel der Mitglieder dies schriftlich beantragen.
Die Einladung zu der Hauptversammlung muß mindestens 14 Tage unter Angabe der Tagesordnung erfolgen, und zwar schriftlich. Die Abstimmung erfolgt mit einfacher Mehrheit, soweit diese Satzung nicht in Sonderfällen eine andere Mehrheit
vorschreibt. Bei Stimmenmehrheit entscheidet der Vorsitzende.
Wahlen erfolgen durch Stimmzettel, jedoch ist - mit Ausnahme des § 9 - auch Wahl durch Zuruf gestattet, wenn sich kein Einspruch erhebt.

§ 16 Schiedsstelle

Die Schiedsstelle, deren Mitglieder von der Jahreshauptversammlung auf drei Jahre zu wählen sind, soll sich aus drei erfahrenen und allgemein geachteten Waidmännern und drei Stellvertretern zusammensetzen, die sich gutachtlich zu Fragen äußern sollen, die ihnen der Vorstand vorlegt.
Es hat außerdem jedes Mitglied das Recht, die Schiedsstelle unmittelbar anzurufen. Sie gibt sich selbst ihre Geschäftsordnung. Sie hat zu prüfen, ob ein Mitglied schuldig
oder nichtschuldig im Sinne der gegen es erhobenen Vorwürfe ist. Die Schiedsstelle ist verpflichtet, über alle anhängigen Verfahren den Vorstand zu unterrichten.

§ 16a Ehrenordnung

Die Ehrenordnung des LJV Hessen in der jeweils gültigen Fassung ist Bestandteil dieser Sitzung und für alle Mitglieder verbindlich.

§ 17 Ausschüsse

Für besondere wiederkehrende Aufgaben, die durch den Vorstand infolge des damit verbundenen Zeitaufwandes und der Notwendigkeit besonderer Sachkenntnisse allein nicht gelöst werden können, sind ständige Ausschüsse gestattet, deren Mitglieder von der Jahreshauptversammlung gewählt werden.
Ständige Ausschüsse sind:
1. Ein aus 5 Mitgliedern bestehender Ausschuß zur Durchführung von Hundeprüfungen und für Hundefragen;
2. Ein aus 5 Mitgliedern bestehender Ausschuß für Schießwesen.
Außer diesen ständigen Ausschüssen können von Fall m Fall Ausschüsse durch die Mitgliederversammlung einberufen werden.
Alle Ausschüsse geben sich ihre Geschäftsordnung selbst. Ihr Vorsitzender ist verpflichtet, den Vorstand über die Tätigkeit des Ausschusses laufend zu unterrichten.

§ 18 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 19 Beiträge

Es wird ein Jahresbeitrag erhoben, der in der Jahreshauptversammlung festgesetzt wird. Außerordentliche Mitglieder zahlen die Hälfte des Beitrags. Ehrenmitglieder sind beitragsfrei. Nach dem 30 Juni eintretende Mitglieder zahlen für das Jahr ihres Eintritts nur den halben Beitrag. Außerdem zahlen alle neu eintretenden ordentlichen Mitglieder eine Aufnahmegebühr von 2.5 Euro, sofern sie nicht bereits außerordentliche Mitglieder waren. Die Jahreshauptversammlung kann Umlagen mit 3/4- Mehrheit für besondere Zwecke beschließen.
Jahresbeiträge, etwaige Spenden, Umlagen und sonstige Einnahmen sind ausschließlich und unmittelbar für die satzungsmäßigen Zwecke und Aufgaben des Vereins zu verwenden. Der Verein darf keine Person oder sonstige Stelle durch Verwaltungsaufgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch verhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigen.
Die Mitglieder dürfen keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen - ausgenommen Unkostenerstattung - aus Mitteln des Vereins erhalten. Etwaige gewinne dürfen nur für die sitzungsmäßigen
Zwecke und Aufgaben verwendet werden.

§ 20 Beitragszahlung

Jahresbeiträge, die bis zum 30. Juni des Geschäftsjahres nicht bezahlt sind, erhöhen sich ohne weiteres um 1,0 Euro.
Ab 01. Juli erfolgt nach allgemeiner Anmahnung in den Vereinsmitteilungen der Einzug durch Postnachnahme mit einem Unkostenaufschlag von 10%. Beim Eintritt nach dem 30. Juni ist sinngemäß zu verfahren.

§ 21 Satzungsänderung

Änderungen dieser Satzung können nur auf einer Jahreshauptversammlung mit 3/4  Mehrheit erfolgen. Die vorgesehene Änderung muß aus der Tagesordnung ersichtlich sein.

§ 22 Auflösung

Die Auflösung kann nur eine eigens zu diesem Zweck einberufene Mitgliederversammlung beschließen, wenn zu ihr 1/3 aller Mitglieder erschienen sind und sich mit 3/4 Mehrheit für die Auflösung aussprechen. Ist die einberufene Versammlung nicht beschlussfähig, so wird eine 2. Hauptversammlung einberufen die ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Stimmberechtigten beschlussfähig ist. Die Auflösung muß erfolgen, wenn die Mitgliederzahl des Vereins unter sieben (7) sinkt.
Etwaige vorhandene Vermögen sind dem Kreisverein des Roten Kreuzes zu übergeben

 
  Weilburg den 19. März 1966 Geändert am 1. August 1983  Stand vom 01. April 2012
             
 
Reinhard Becker
1. Vorsitzender
Gez. Unterschriften
des Vorstandes
Hans-Helmut Nolten
1. Vorsitzender
 
 
 
 
Dr. E. Roeder
2. Vorsitzender
Klaus Pfeiffer
2. Vorsitzender
 
 
 
 
W. Fleck
    Schriftführer
Dietmar Hahn
    Schriftführer
 
 
 
  Paul Wüst     Kassierer   Klaus Stroh     Kassierer