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Jäger sollten unverzüglich die sichere Aufbewahrung von Waffen und Munition nachweisen.
Im Internet auf der Seite des Landkreis Limburg Weilburg finden sie unter:
Waffenaufbewahrung alle Unterlagen für den Nachweis der Aufbewahrung ihrer Jagdwaffen und Munition!
Oft schon Nachweis gegenüber Waffenbehörden erbracht – Pflicht aber teilweise noch nicht erfüllt.
Alle hessischen Jägerinnen und Jäger sollten unverzüglich gegenüber ihrer Waffenbehörde nachweisen, dass sie ihre Schusswaffen und Munition gesetzeskonform aufbewahren – sofern dies nicht schon erfolgt ist. Darauf weist der LJV hin. „Die Jäger zählen zwar zu jenen Waffenbesitzern, die ihre Nachweispflicht bereits in großem Umfang erfüllt haben“, stellt LJV-Pressesprecher Dr. Klaus Röther fest. Dies habe die Befragung mehrerer Waffenbehörden von hessischen Landkreisen ergeben. Dennoch gäbe es nach wie vor eine kleinere Gruppe von Grünröcken, die dieser Pflicht bisher nicht nachgekommen seien.
„Diese säumigen Jäger können unter Umständen in der Öffentlichkeit alle Jagdscheininhaber und Waffenbesitzer in Misskredit bringen“, warnt Röther. Möglicherweise seien aber auch zumindest regional noch nicht alle Jagdscheininhaber von ihrer Waffenbehörde schriftlich dazu aufgefordert worden, die sichere Aufbewahrung ihrer erlaubnispflichtigen Schusswaffen nachzuweisen. Dennoch schreibe das Waffengesetz in §36, Absatz 3, unmissverständlich vor:
„Wer erlaubnispflichtige Schusswaffen, Munition oder verbotene Waffen besitzt oder die Erteilung einer Erlaubnis zum Besitz beantragt hat, hat der zuständigen Behörde die zur sicheren Aufbewahrung getroffenen oder vorgesehenen Maßnahmen nachzuweisen.“
„Das heißt, dass dieser Nachweis eine gesetzliche Pflicht darstellt – ganz gleich, ob eine spezielle Aufforderung dazu bereits ergangen ist oder nicht“, betont der LJV- Pressesprecher. Werde diese Pflicht nicht erfüllt, müsse sich die Behörde zwangsläufig beim Waffenbesitzer davon überzeugen, dass dieser seine Schusswaffen gesetzeskonform aufbewahrt.
Die Waffenbehörden beziehungsweise Kreisverwaltungen haben nach Röthers Worten ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie über die Form des geforderten Nachweises gerne weitere Auskunft geben. Ein entsprechendes Formular („Erklärung zur sicheren Aufbewahrung von Schusswaffen und Munition“) findet sich oft schon zum Ausdrucken auf der Internetseite der jeweiligen Kreisverwaltung oder der Stadtverwaltung der kreisfreien Städte unter „Öffentliche Ordnung“, „Waffen- und Sprengstoffrecht“ oder ähnlichen Rubriken. Als Nachweis könnten zum Beispiel eine Kopie des Kaufbeleges für einen Waffenschrank und Fotos von Waffenschränken (einschließlich Typenschild) dienen.
„Für Jäger zählen Schusswaffen quasi zum alltäglichen, selbstverständlichen Handwerkzeug.
Umso wichtiger ist es deshalb, dass sie bei der Erfüllung der Pflichten, die ihnen das Waffengesetz auferlegt, beispielhaft vorangehen. Und zwar selbst dann, wenn es manchem auch schwerfällt, speziell aus der Sicht eines Jagdscheininhabers viele Argumente in der öffentlichen Diskussion, um das Waffenrecht und dessen Verschärfung nachzuvollziehen“, erläutert der LJV-Sprecher.
Denn bestimmte Medien und politische Gruppierungen warteten nur darauf, einen Vorwand für die Forderung nach einer weiteren Verschärfung des Waffenrechts zu finden. So hat erst kürzlich das HR-Rundfunkprogramm „hr-info“ in einer Pressemitteilung und in den HR- Nachrichten (hier verkürzt) offenbart:
„In Hessen sind die Auflagen des 2009 verschärften Waffengesetzes noch nicht erfüllt. Nach hr-info-Recherchen hat durchschnittlich erst rund die Hälfte der Waffenbesitzer die Aufbewahrung ihrer Waffen dokumentiert. Anfragen bei den zuständigen Behörden haben ergeben, dass es offensichtlich noch erhebliche Mängel gibt. Zum einen kommen die Waffenbesitzer den Auflagen des Gesetzes kaum (?) nach, zum anderen wird offenbar nur in Einzelfällen kontrolliert.“
Zudem zitiert hr-info den Landesvorsitzenden der Polizeigewerkschaft Hessen, die als Konkurrenz zur Gewerkschaft der Polizei (GdP) dem Deutschen Beamtenbund angehört. O-Ton hr- info: „Heini Schmitt,
der Landesvorsitzende der Polizeigewerkschaft Hessen, sieht durch die hr-info-Recherchen seine Befürchtung bestätigt, dass die Novellierung des Waffengesetzes weitgehend fehlgeschlagen ist. Zur Aufbewahrung der Waffen gebe es nur die Darstellung des Waffenbesitzers. Durch Kontrollen gesichert sei das aber nicht. Dass hr-info zudem teilweise Fehlinformationen aufgesessen ist und diese weiterverbreitet hat, beweist folgende Passage in der Pressemitteilung: „In der Folge des Amoklaufs im März 2009 wurde rund vier  Monate später das Waffengesetz verschärft. Seitdem müssen Besitzer ihre Waffen in einem genormten Schrank getrennt von Munition aufbewahren.“
In Wirklichkeit existieren konkrete gesetzliche Standards für die Aufbewahrung von Waffen und Munition im Privatbereich bereits seit 1. April 2003. Aber dies stellt nur eine „kleine Ungenauigkeit“ im Vergleich zu jenen gravierenden journalistischen Fehlleistungen dar, mit denen nach dem Amoklauf von Winnenden beispielsweise „Frankfurter Rundschau“, „Der Spiegel“ sowie viele öffentlich-rechtliche und private Medien die Öffentlichkeit desinformierten – und mehr oder minder gezielt Stimmung gegen den privaten Waffenbesitz machten.
Dr. Klaus Röther